Abschlussquote im Vertrieb berechnen: So verbesserst du deine Abschlussrate im Verkauf

Eine gute Abschlussquote ist der Unterschied zwischen stagnierendem Umsatz und echtem Wachstum. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deine Abschlussquote berechnen kannst, welche Formel dahintersteckt, warum diese Quote eine entscheidende Kennzahl ist und wie du deinen Verkauf strukturiert verbesserst. Der Beitrag ist es wert gelesen zu werden, weil du konkrete Beispiele, Vorlagen, Tabellen und praxisnahe Tipps bekommst, mit denen du deine Abschlussrate messbar erhöhen kannst.


Inhaltsübersicht

  1. Was ist die Abschlussquote – und warum ist sie im Vertrieb so wichtig?
  2. Wie kannst du deine Abschlussquote berechnen – welche Formel nutzt du?
  3. Was sagt die Abschlussquote wirklich über deinen Verkauf aus?
  4. Wie erkennst du eine niedrige Abschlussquote als Schwachstelle im Verkaufsprozess?
  5. Wie kannst du Abschlussquoten und Antwortrate gemeinsam analysieren?
  6. Wie nutzt du Abschlussquoten für die Beurteilung deiner Verkäufer und Vertriebler?
  7. Wie kannst du deine Abschlussquote gezielt optimieren und den Umsatz steigern?
  8. E‑Commerce: Wie unterscheidet sich die Abschlussquote im Online-Verkauf?
  9. Wie helfen dir Daten, Umfrage-Ergebnisse und statistisch saubere Nachverfolgung?
  10. Praxisbeispiele, Formeln und Vorlagen: So wendest du alles im Alltag an

1. Was ist die Abschlussquote – und warum ist sie im Vertrieb so wichtig?

Die Abschlussquote ist eine Kennzahl, die zeigt, wie viele Kontakte oder Leads du in einen tatsächlichen Abschluss verwandelst. Kurz gesagt: Die Abschlussquote zeigt, wie effektiv dein Verkaufsprozess funktioniert und wie gut du potenzielle Kunden durch das Verkaufsgespräch führst. Sie ist das zentrale Maß dafür, ob deine Verkaufsstrategien, deine Kundenansprache und dein Kundenservice zusammenpassen.

Eine hohe Abschlussquote zeigt, dass dein Team strukturiert vorgeht, deine Angebote zur Zielgruppe passen und Interessenten nicht massenhaft abspringen. Eine niedrige Abschlussquote ist dagegen oft das erste Signal, dass irgendwo im Prozess eine Schwachstelle liegt – etwa bei der Qualifizierung eines Interessent, den Marketingkampagnen oder in der Art, wie das Verkaufsgespräch geführt wird.

Für die Beurteilung von Vertrieb und Marketing ist die Abschlussquote entscheidend: Sie dient als Indikator für die Effektivität deiner Maßnahmen und beeinflusst direkt deinen Umsatz. Wenn der Umsatz stagniert, aber viele Leads reinkommen, ist fast immer die Abschlussquote das Problem.

abschlussquote berechnen

 


2. Wie kannst du deine Abschlussquote berechnen – welche Formel nutzt du?

Um die Abschlussquote zu berechnen, brauchst du eine klare Formel und saubere Daten. Im Kern geht es immer darum, die Gesamtzahl der abgeschlossenen Deals ins Verhältnis zur Anzahl der Personen oder Leads zu setzen, mit denen du im definierten Zeitraum im Kontakt warst.

Die Standard-Formel lautet:

Abschlussquote=Anzahl der abgeschlossenen Verkäufe Gesamtzahl der qualifizierten Leads×100\text{Abschlussquote} = \frac{\text{Anzahl der abgeschlossenen Verkäufe}}{\text{Gesamtzahl der qualifizierten Leads}} \times 100

Die Multiplikation mit x100x 100 (also mal 100) verwandelt die Quote in einen Prozentsatz, den du leicht vergleichen kannst. Ein Beispiel für die Berechnung: Gewinnst du von 100 qualifizierten potenziellen Kunden 20 als Kunden, dann beträgt die Abschlussquote 20 %. In Worten: Beträgt die Abschlussquote 20 Prozent, heißt das, dass die Abschlussquote 20 von 100 Leads in Kunden verwandelt hat.

Wichtig ist, dass du für die Berechnung klar definierst, was ein qualifizierter Lead ist. Nur so kannst du später statistisch valide vergleichen und realistisch beurteilen, ob deine Optimierung im Verkaufsprozess wirkt. Ein weiterer Tipp: Nutze immer den gleichen Zeitraum und dieselbe Definition, um zu verhindern, dass die Zahlen zufällig schwanken und dich in die Irre führen.


3. Was sagt die Abschlussquote wirklich über deinen Verkauf aus?

Die Abschlussquote zeigt mehr als nur, wie viele Deals du abschließen konntest. Sie erzählt eine Geschichte über deine Kundenbeziehungen, über die Qualität deiner Leads und darüber, wie gut dein Angebot zu einer bestimmten demografische Zielgruppe passt. Eine hohe Abschlussquote zeigt in der Regel, dass deine Prozesse sauber sind, deine Vertriebs-Mitarbeitenden gut geschult sind und deine Verkaufsstrategien auf die richtigen Menschen ausgerichtet sind.

Gleichzeitig darfst du die Quote nie isoliert sehen. Eine niedrige Abschlussquote kann zum Beispiel bedeuten, dass deine Lead-Qualität schlecht ist, dass Interessenten zu früh in den Verkaufsprozess aufgenommen werden oder dass zu viele im Verkaufsgespräch abspringen. Hier ist die Beurteilung im Kontext wichtig: Wie ist deine antwortrate auf E-Mails oder Angebote, wie viele Leads kommen aus passenden Marketingkampagnen und welche Rolle spielt dein Kundenservice nach dem Erstkontakt?

Ein weiterer Punkt: Die Abschlussquote zeigt auch, wie gut du es schaffst, einen Verkaufsabschluss zu erreichen, wenn jemand ernsthaft interessiert ist. Ein Verkäufer mit einer niedrigen Abschlussquote bei gleichzeitig vielen Interessenten braucht Unterstützung im Gespräch, während eine niedrige Quote bei wenig Leads eher ein Marketing-Thema sein kann. So wird die Quote zur praktischen Steuerungsgröße für deine Leistungsbewertung.


4. Wie erkennst du eine niedrige Abschlussquote als Schwachstelle im Verkaufsprozess?

Eine niedrige Abschlussquote ist häufig das deutlichste Signal für eine Schwachstelle in deinem Verkaufsprozess. Aber wo genau liegt das Problem? Springen potenzielle Kunden früh ab, oder kommt es erst kurz vor dem Abschluss zum Bruch? Um das zu erkennen, musst du den Prozess in Schritte aufteilen: Lead-Eingang, Erstkontakt, Verkaufsgespräche, Angebot, Nachfassen und schließlich abgeschlossen oder abgesprungen.

Wenn Interessenten regelmäßig nach dem Angebot abspringen, kann das ein Hinweis sein, dass das Angebot nicht klar genug ist oder nicht zu den Erwartungen passt. Häufen sich Abbrüche schon vor dem ersten Verkaufsgespräch, ist oft die Kundenansprache oder die Vorqualifizierung das Thema. Hier hilft eine strukturierte Analyse: Wo sinkt die Zahl der Kontakte deutlich, und wie wirkt sich das auf die Abschlussquoten aus?

Eine klare Auswertung zeigt dir, an welchem Punkt Leute abspringen. So kannst du gezielt nachsteuern, etwa durch bessere Vorlagen für E-Mails, klarere Argumentation im Gespräch oder durch verbesserte Nachverfolgung. Das Ziel ist immer: weniger abspringen lassen und mehr Kontakte bis zum Abschluss führen, um eine höhere Abschlussquote zu erzielen.


5. Wie kannst du Abschlussquoten und Antwortrate gemeinsam analysieren?

Die Abschlussquote allein sagt wenig darüber aus, wie gut deine Erstkontakte funktionieren. Hier kommt die antwortrate ins Spiel. Sie zeigt, wie viele deiner Kontakte überhaupt reagieren – etwa auf eine E-Mail, einen Anruf oder eine Werbekampagne. Eine hohe Antwortrate, aber eine niedrige Abschlussquote deutet darauf hin, dass deine Kundenansprache gut zieht, du aber den Verkaufsabschluss zu erreichen nicht schaffst.

Eine Kombination aus Abschlussquote und Antwortrate liefert dir ein genaues Bild:

  • Niedrige Antwortrate, hohe Abschlussquote: Du erreichst zu wenige Leute, arbeitest aber gut mit denen, die reagieren.
  • Hohe Antwortrate, niedrige Abschlussquote: Viele reagieren, aber dein Verkauf oder deine Angebote überzeugen nicht.
  • Beides niedrig: Sowohl Marketing als auch Verkauf brauchen eine Optimierung.

Gerade bei Marketingkampagnen und im E-Commerce solltest du diese beiden Kennzahlen zusammen betrachten. Dort kannst du mit Automatisierung und proaktiv geplanter Nachverfolgung schnell testen, wie sich Änderungen – etwa im Newsletter-Text oder in der Landingpage – auf Abschlussquote und Antwortrate auswirken.


6. Wie nutzt du Abschlussquoten für die Beurteilung deiner Verkäufer und Vertriebler?

Für die Leistungsbewertung einzelner Verkäufer oder eines Vertriebler-Teams sind Abschlussquoten extrem hilfreich. Sie geben dir ein klares Bild, wie gut jede Person mit Leads umgehen kann und wie viele Kontakte am Ende wirklich abgeschlossen werden. Dabei geht es nicht darum, jemanden zu bestrafen, sondern Chancen zur Optimierung zu finden.

Wichtig ist, die Abschlussquote im Vergleich zu ähnlichen Bereichen zu sehen: Ein Außendienst, der hochpreisige Produkte verkauft, wird eine andere Quote haben als ein Innendienst mit vielen kleinen Deals. Hier hilft eine statistisch saubere Auswertung über eine längere Zeit und auf Basis einer ausreichend großen stichprobengruppe, um zufällige Ausreißer zu vermeiden.

Nutze die Daten, um gezielte Trainings abzuleiten: Wer hat eine gute Antwortrate, aber schwache Abschlussquote? Wer schafft es, auch bei schwierigen potenziellen Kunden einen Abschluss zu erzielen? Unter diesem Blickwinkel wird die Abschlussquote zur praktischen Kennzahl, um Schulungen, Coaching und neue Verkaufsstrategien gezielt zu planen.


7. Wie kannst du deine Abschlussquote gezielt optimieren und den Umsatz steigern?

Um deine Abschlussquote zu steigern, brauchst du keinen Zaubertrick, sondern eine klare Strategie. Zuerst solltest du verstehen, an welchem Punkt im Verkaufsprozess Interessenten abspringen. Danach kannst du gezielt Maßnahmen entwickeln: bessere Gesprächsleitfäden, stärkere Argumente, klarere Angebote oder einen verbesserten Kundenservice, der Fragen schnell klärt.

Ein systematisches Vorgehen könnte so aussehen:

  • Analyse der aktuellen Abschlussquote und der Schritte im Prozess
  • Identifikation der größten Schwachstelle (wo springen die meisten ab?)
  • Entwicklung und Test neuer Verkaufsstrategien
  • Einsatz von Automatisierung für Follow-ups und Nachverfolgung
  • Regelmäßige Beurteilung der Ergebnisse mit derselben Formel

Wenn du deine Prozessschritte konsequent optimieren und regelmäßig misst, wird sich die Abschlussquote zu erhöhen beginnen – und damit auch dein Umsatz. Ziel ist eine höhere Abschlussquote, die zeigt, dass deine Maßnahmen wirken und du nicht mehr an der immer gleichen Hürde scheiterst. Genau hier liegt der Hebel, wenn dein Geschäft gerade zu stagnieren scheint.


8. E‑Commerce: Wie unterscheidet sich die Abschlussquote im Online-Verkauf?

Im E-Commerce sieht die Abschlussquote etwas anders aus als im klassischen persönlichen Verkauf. Häufig entspricht die Abschlussquote hier der Conversion-Rate des Shops: Wie viele Besucher eines Produktes kaufen tatsächlich. Die Formel ähnelt der klassischen Definition, nur dass die Anzahl der Personen die Shop-Besucher oder Warenkorb-Nutzer sind.

Hier kommen spezielle Faktoren hinzu: Ladezeiten, Design, Vertrauen, Zahlungsmethoden und der Checkout-Prozess beeinflussen maßgeblich, ob Interessenten abspringen oder den Abschluss machen. Eine niedrige Abschlussquote im Warenkorb ist ein klarer Hinweis auf eine Schwachstelle – etwa zu viele Pflichtangaben oder fehlende Zahlungsoptionen.

Mit Tools zur Automatisierung und Nachverfolgung kannst du genau sehen, an welcher Stelle Nutzer abspringen und mit A/B-Tests realistisch bewerten, welche Änderung deine Abschlussquote wirklich verbessert. So wird die Quote im Online-Vertrieb zu einer extrem praktischen Kennzahl, mit der du Schritt für Schritt mehr Bestellungen erzielen kannst.


9. Wie helfen dir Daten, Umfrage-Ergebnisse und statistisch saubere Nachverfolgung?

Daten sind die Grundlage, um deine Abschlussquote wirklich zu verstehen. Neben den reinen Zahlen zu Abschlussraten können dir auch eine Umfrage unter Kunden oder eine interne Befragung des Teams helfen, mehr über Gründe für das Abspringen zu erfahren. So erkennst du, ob eher der Preis, das Produkt oder die Kommunikation das Problem ist.

Eine statistisch fundierte Auswertung braucht eine ausreichende stichprobengruppe und einen klar definierten Zeitraum. Nur so kannst du sicher sein, dass eine Verbesserung oder Verschlechterung der Abschlussquote nicht nur Zufall ist. CRM-Systeme und Tracking-Tools unterstützen dich bei der Nachverfolgung der einzelnen Schritte im Verkaufsprozess.

Entscheidend ist, dass du diese Daten nicht nur sammelst, sondern auch proaktiv nutzt: Passe Vorlagen an, ändere deine Kundenansprache, teste neue Angebote, optimiere dein Verkaufsgespräch und beobachte, wie sich die Zahlen entwickeln. So wird die Abschlussquote zu einem echten Steuerungsinstrument statt zu einer Zahl, die einmal im Jahr im Report auftaucht.


10. Praxisbeispiele, Formeln und Vorlagen: So wendest du alles im Alltag an

Um das Ganze greifbar zu machen, hier eine kleine Übersicht, wie du im Alltag mit der Abschlussquote arbeiten kannst.

Beispiel für die Berechnung

Angenommen, dein Team hatte im letzten Monat 150 qualifizierte Leads und daraus sind 30 Deals abgeschlossen worden.

abschlussquote-berechnenDamit beträgt die Abschlussquote 20 Prozent – also: Abschlussquote 20. Dieses einfache Beispiel für die Berechnung zeigt, wie schnell du einen klaren Überblick bekommst.

Typische Kennzahlen im Überblick

Kennzahl Beschreibung
Abschlussquote Prozentsatz der abgeschlossenen Deals zu allen Leads
Antwortrate Anteil der Kontakte, die auf eine Ansprache reagieren
Abschlussraten je Phase Quote pro Schritt im Verkaufsprozess
Umsatz pro Abschluss Durchschnittlicher Umsatz pro gewonnenem Kunden
Dauer bis zum Abschluss Zeitspanne vom Erstkontakt bis zum Abschluss

Praktische Vorlagen und Ideen

  • Checkliste Verkaufsgespräch: Leitfaden für alle Verkaufsgesprächen, damit keine wichtigen Fragen vergessen werden.
  • E-Mail-Vorlagen: Standardisierte Vorlagen für Follow-ups, um die Nachverfolgung zu erleichtern.
  • Reporting-Template: Monatliche Übersicht über Abschlussquote, Antwortrate und Umsatz, um Trends früh zu erkennen.

„Was wir nicht messen, können wir nicht gezielt verbessern. Die Abschlussquote ist der Kompass im Vertrieb.“

Wenn du diese Vorlagen und Formeln konsequent nutzt und deine Abschlussquote regelmäßig anschaust, kannst du deinen Verkauf schrittweise optimieren – und so eine dauerhaft bessere Performance erreichen.


Wichtigste Punkte im Überblick – das solltest du dir merken

  • Die Abschlussquote ist eine zentrale Kennzahl und ein direktes Maß dafür, wie effektiv dein Verkaufsprozess ist.
  • Die Formel ist einfach: abgeschlossene Deals geteilt durch Leads, mal x100x 100 – so erhältst du den Prozentsatz.
  • Eine niedrige Abschlussquote signalisiert eine Schwachstelle – entweder in der Lead-Qualität, im Verkaufsgespräch oder im Angebot.
  • Die Abschlussquote zeigt nicht nur, wie viele Deals du machst, sondern auch, wie gut deine Kundenbeziehungen funktionieren.
  • Eine hohe Abschlussquote zeigt, dass deine Prozesse, deine Verkaufsstrategien und deine Kundenansprache zusammenpassen.
  • Kombiniere Abschlussquote und antwortrate, um die gesamte Kette von Erstkontakt bis Abschluss zu verstehen.
  • Nutze die Quote für die Leistungsbewertung deiner Verkäufer und Vertriebler, aber immer mit realistisch gewählten Vergleichsgruppen.
  • Im E-Commerce hilft dir die Abschlussquote, den Online-Checkout und die Nutzererfahrung zu optimieren.
  • Daten, Umfrage-Ergebnisse, stichprobengruppe und Nachverfolgung sind entscheidend, um statistisch belastbare Entscheidungen zu treffen.
  • Wer seine Abschlussquote zu steigern versucht, sollte proaktiv handeln, klar messen und Schritt für Schritt die Prozesse verbessern – so ist eine höhere Abschlussquote und mehr Umsatz nicht nur möglich, sondern planbar.
Menü
Jetzt anrufen!